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DER VEREIN

Der Osmünder Spritze 1811 e.V.

Hinter dem Vereinsnamen »Osmünder Spritze 1811 e. V.« verbirgt sich ein historisches Ereignis. Im Gemeindebuch von Osmünde, dass 1790 vom Dorfschulzen AG. Chr. Kohlbach angelegt wurde steht geschrieben: Die Osmünder Spritze war am 03. November 1811 in Plößnitz zur Brandbekämpfung im Einsatz. Die Feuermänner aus Osmünde bekamen 2 Thaler Prämien weil sie eine der ersten Spritzen die Plößnitz erreichten war. Dieses Ereignis ist zum Namensgeber unseres Vereins geworden.

 

Der Zweck des „Osmünder Spritze 1811 e.V.“, nach §2 seiner Satzung, ist die Förderung des Brandschutzes, der Brauchtums- und Heimatpflege. Dieser Zweck ist definiert von der zuständigen Finanzbehörde und entspricht den Anforderungen der steuerbegünstigten Gemeinnützigkeit. Alle Marketingideen und Projekte die der Verein durchführen will, müssen sich diesen Zweck unterordnen oder konform mit ihm sein. Entsprechen sie nicht den steuerbegünstigten Zwecken des Vereines, sind sie zu verwerfen. Dazu gehören alle Projekte die Kommerz oder Eigennutz zum Ziel haben. Existenzgrundlage des Vereins sind Projekte, welche die Förderung des Brandschutzes, der Brauchtum- und Heimatpflege, im Sinne des Vereinszweckes, zum Ziel haben.

 

Nach Prüfung zur Förderung des Brandschutzes stellten wir fest, dass unsere Feuerwehren sehr gut im Gebäude, Technik und Einsatzausrüstung ausgerüstet sind. Es zeigte sich aber eine ernste Schwachstelle im Mitgliederbestand. Der „Osmünder Spritze 1811 e.V.“ suchte eine Kommunikationsmöglichkeit mit der alle Schichten der Bürger unserer Gemeinde angesprochen werden können. Das Ziel ist aktive Werbung zur Gewinnung von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr und des Vereins. Bei der Arbeit mit der Dorfgeschichte entdeckten wir ein Fest, dass seit über 200 Jahren, aufgrund von extremen Ausschweifungen, verboten war. Es handelt sich hierbei um das sogenannte Appelsfest. (eine Ableitung vom Ablasshandel). Der Verein beschloss, auf Grund des Verbotes, dieses Fest, durch den Minister der Justiz des Landes Sachsen-Anhalt und dem Landrat des Saalkreises, wieder zuzulassen. Die Zulassung in diesen Rahmen war natürlich eine PR. Maßnahme. Die dazu führte das es zum Hauptpublikationsmittel und Werbeträger des Vereines worden.

 

Das Appelsfest

Der Name Appelsfest ist, Mittel zum Zweck und liegt nicht in der Bedeutung „wir feiern ein Fest“. Die Ergebnisse des Appelsfestes, dass Jährlich weit über 1000 Besucher zählt, ist die Profilierung des Vereins, die Gewinnung von neuen Vereinsmitgliedern und neuen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Aus diesem Grunde ist das Appelsfest ein Publikations- und Kommunikationsmittel zur Erreichung des Vereinszwecks. Im juristischen Sinn ist es eine öffentliche Mitgliederversammlung! Es ist kein Dorffest im Sinn einer kommerziellen Erwirtschaftung von Gewinnen! Der wesentliche Unterschied zu allgemeinen Dorffesten ist das, dass Fest keine kommerziellen Ziele hat. Kommerz ist nicht zugelassen. Die Bürger sollen nicht zur Zielscheibe des Kommerzes werden.

 

Das Appelsfest ist der wichtigste Bestandteil unserer Öffentlichkeitsarbeit. Es hat das Ziel ein Faktor zur Heimat Gestaltung und zur Entwicklung des Heimatgefühles zu sein. Alles was geboten wird ist Kostenfrei für die Besucher. Es ist eine Begegnungsstätte für alle sozialen Schichten der Gesellschaft. Dadurch besteht für Jedermann die Möglichkeit ein Stück Heimat, gemeinsam mit allen Besuchern des Appelsfestes, zu erleben. Die Menschen sollen sich begegnen und ihre Heimat erleben, egal welcher sozialen Schicht sie angehören. Verdienen am Appelfest in Osmünde tut keiner. Es gibt nichts zu kaufen und die Beschäftigung der Kinder ist kostenlos alle Kosten die auf den Verein zukommen werden von unseren Partnern getragen. Das Fest ist für Jedermann Eintritt frei! In einer Zeit die auf Kommerz ausgerichtet ist, ist es schwierig so etwas, wie das Appelsfest oder die sonstige Vereinsarbeit, zu organisieren. Das Appelsfest ist trotz all dieser Dinge die finanzielle Grundlage unserer Vereinsarbeit.

 

Unterstützung durch Spender und Sponsoren:

Das Tragwerk des Appelsfestes und des Vereines besteht aus drei staken Säulen.

 

Die erste Säule:

Sind die Vereinsmitglieder und die Bürger die uns mit ihrer Händearbeit unterstützen.

 

Die zweite Säule:

Sind die Kommunale und die überregionale Politik. Sie haben erkannt, dass zum Leben in der Heimat mehr als schöne Dörfer und Straßen gehören. Sie haben aber auch erkannt, dass ihre Präsentation die Grundlage zur Gewinnung von Sponsoren ist, damit werden sie vom Verein gefordert.

 

Die zwei Säulen bilden aber noch keine feste Grundlage und es besteht noch die Gefahr des Zusammenbruches. Erst die dritte Säule gibt den Verein Stabilität.

 

Die dritte Säule:

Sind die Bürger und Gewerbetreibenden aus dem Kabelsketal und Umgebung die mit ihren Spenden diese Säule gemeinsam mit den Sponsoren bilden.

 

Ohne diese Säule würde es das Osmünder Appelsfest in der Gemeinde Kabelsketal nicht geben. Diese drei Säulen entstanden durch unsere Öffentlichkeitsarbeit und bilden das Fundament des Osmünder Spritze 1811 e. V.

 

Öffentlichkeitsarbeit:

Bei uns bedeutet Öffentlichkeitsarbeit Präsentation und Mitwirkung bei Veranstaltungen andere Vereine und Organisationen über Kreis und Landesgrenzen hinaus.

 

Ein Beispiel:

Das Dorfjubiläum 1060 Jahre Osmünde im Jahre 2012 erschien uns dazu geeignet. Aber so ein Jubiläum zu feiern ist sicher etwas wo man sich fragen muss, muss das sein? Eigentlich nicht aber am 10.06.2012 fand in Merseburg (Kreisstadt) der Kaiser Otto Tag, anlässlich des 1100 Geburtstages, statt. Zu diesem Tag gab es eine Kaisertafel mit der Möglichkeit einer Audienz beim Kaiser. Wir nutzen diese Gelegenheit um eine Kopie der Urkunde des Kaiser, von 952 in der Osmünde als Ozmina erstmals genannt wurde, mit einem Jubiläumssiegel sigeln zulassen. Die Präsentation der neuen gesigelten Urkunde war der Mittelpunkt des 1060 Jährigen Jubiläums zum Appelsfest 2012. Wir können sagen: Die Öffentlichkeitsarbeit sorgte dafür das sich das Bühnenbild des Appelsfestes im Laufe der Jahre grundlegend geändert hat. Ein wichtiger Punkt zum Erhalt des Bühnenbildes ist die Pflege der Sponsoren, Spendern und Vereinsfreunde. Dazu schreiben wir nicht nur die sogenannten Bettelbriefe vor dem Appelsfest, sondern laden sie zu allen wichtigen Vereinsereignissen ein.

 

Beispiele:

Versenden der Spendenquittungen mit Dankesschreiben auch an die, die keine Spendenquittung brauchen, Einladung zur Jahreshauptversammlung und das zuschicken von Weihnachtskarten einschließlich Neujahrswünschen.

 

Ein wichtiger Punkt der Öffentlichkeitsarbeit ist die Vergabe unseres Ehrenpreises

Der Osmünder Stein ist die höchste Auszeichnung die vom Osmünder Spritze 1811 e.V. verliehen wird. Er wird auf Beschluss der Mitgliederversammlung einmal im Jahr verliehen. Der Osmünder Stein kann an Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen, die durch einen außergewöhnlichen Einsatz den Verein oder die Region unterstützt haben, verliehen werden. Dieser außergewöhnliche Preis ist ein Stück Urbestandteil von Osmünde. Er soll die Verbindung zwischen Geschichte, Gegenwart und Zukunft darstellen. Das heißt, die Geschichte in die Gegenwart zu projizieren und damit die Zukunft zu gestalten. Die Geschichte wird hier durch ein Stück „Steinholz“ und die Gegenwart durch ein Stück Buchenholz dargestellt. Erst die Zusammenfügung dieser beiden Stücke durch die Hand der Handwerksmeister lässt diesen außergewöhnlichen Preis entstehen.